2011


5. Oberfränkischer Innovationspreis
5. Oberfränkischen Innovationspreises
74 Teilnehmer aus allen Branchen - Mit einem Preisgeld von 50.000 Euro einer der wichtigsten regionalen Preise in Deutschland - Feierliche Verleihung heute in Thurnau.
Thurnau (16.9.2011). Die Oberfränkische Forschung und die Wirtschaft der Region sind höchst innovativ und immer wieder zu Spitzenleistungen fähig - das wurde heute deutlich bei der Verleihung des 5. Oberfränkischen Innovationspreises. 74 Teilnehmer hatten sich um den Preis beworben, der einer der höchst dotierten regionalen Innovationspreise in Deutschland ist. Ausgelobt wurde der Preis bereits zum fünften Mal von Oberfranken Offensiv-Forum Zukunft Oberfranken e.V. gemeinsam mit der Greiffenberger AG, die das Preisgeld in Höhe von 50.000 € ebenfalls zum fünften Mal stiftet. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Erneut haben die Teilnehmer bewiesen, wie kreativ oberfränkische Köpfe sind. Ich bin stolz auf die Innovationskraft Oberfrankens. Eigentlich hätten wir deshalb heute 74 Preise vergeben müssen, wir sind uns aber sicher, ganz besondere, wegweisende Projekte ausgezeichnet zu haben", so Staatssekretärin Melanie Huml MdL, die zugleich Vorsitzende des oberfränkischen Vereins ist.
Bei der feierlichen Verleihungsgala vor rund 200 Gästen auf Schloss Thurnau zeigte sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Hof), der Schirmherr des Projektes ist, stolz auf seine Heimat und zuversichtlich: „Angesichts dieser Preisträger habe ich keine Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Region." Er rief die Oberfranken dazu auf, das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. „Wir sind ein starker Teil Bayerns und Deutschlands - daran gibt es keinen Zweifel." Die Entwicklung der Demografie und strukturelle Defizite gelte es als Herausforderung zu betrachten, die man gemeinsam annehmen und gestalten wolle. Schon jetzt zeigten Erfolgsgeschichten wie der Bewerber und Preisträger des Innovationspreises die Stärke der Region und ihrer Menschen. Friedrich betonte in Thurnau: „Unternehmen und Persönlichkeiten wie die heute ausgezeichneten halten sich nicht lange mit larmoyantem Jammern auf, sie packen an, gehen vorwärts, sind geradlinig und zielstrebig. Das ist ein Bild von Oberfranken, mit dem ich gerne in Berlin und München für uns werbe."
Stefan Greiffenberger, Vorstand der Greiffenberger AG und damit der Stifter des Preisgeldes, ist selbst Chef eines florierenden Konzerns mit Hauptsitz in Marktredwitz und weltweit 935 Mitarbeitern. Er weiß, welche Rolle Innovationen für den Unternehmenserfolg spielen: „Dem Wettbewerb um eine Nasenlänge voraus zu sein, zu entwickeln, was die Kunden vielleicht erst morgen brauchen, auf die Herausforderungen der Zukunft mit neuen Lösungen zu antworten. Das zeichnet innovative Köpfe aus", sagte Greiffenberger in seiner Rede. „Wir wollen mit dem Preisgeld dazu beitragen, dass so manche oberfränkische Innovation zu Marktreife gebracht wird oder dass Tüftler sich angespornt fühlen, weiter zu forschen. Und wir wollen damit auch den Hinweis geben, dass sich weitere Investitionen in öffentliche Forschung in Oberfranken lohnen, weil sie von den Unternehmen der Region gebraucht werden."
Ziel des Oberfränkischen Innovationspreises ist es, den zahlreichen innovativen und erfolgreichen oberfränkischen Unternehmern und Wissenschaftlern eine Plattform zu geben, um ihre Ideen zu präsentieren und den eigenen Landsleuten ebenso wie dem Rest der Republik zu zeigen, dass Oberfranken eine zukunfts- und wettbewerbsfähige, vor allem innovative Region ist.
Mit dem 1. Preis (dotiert mit 20.000 Euro) wurde die EBITSCHenergietechnik GmbH aus Zapfendorf (Lkr. Bamberg) für ihren „Saisonspeicher SE 30" ausgezeichnet. Dieser nützt Sonnenenergie zur Brauchwassergewinnung und zum Heizen. Der extrem leichte, liegende Speicher ist im Gegensatz zu den bisher existierenden Speichern unkompliziert einzubauen oder nachzurüsten.
Vier weitere Preise (mit je 7.500 Euro dotiert) gingen an:
Isomorph Deutschland GmbH (Bamberg), für ein konzentriertes lineares Spiegelsystem („LinearSpiegel") aus dem Bereich Solarthermie. Das System dient zur Heizungsunterstützung und Nutzwassererwärmung bis zu 100 °C, ist CO2-Ausstoß-frei und nahezu 100 % wieder verwertbar.
Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation an der Uni Bayreuth für „innovative und ganzheitliche Dienstleistungen zur Materialeffizienzsteigerung in produzierenden Unternehmen". Damit werden Einsparungen in Unternehmen realisiert, indem die Materialeffizienz untersucht und kostenreduzierend genutzt wird.
Dr. Schneider Kunststoffwerke GmbH (Kronach), für die Entwicklung eines Betätigungssystems. Das magnetische Bediensystem zur Lenkung des Luftstroms im Fahrzeuginnenraum zeichnet sich durch seinen geringen Verschleiß aus und ist dabei geräuscharm und temperaturunempfindlich.
REHAU AG + Co (Lkr. Hof) für „RAUKANTEX laser edge", eine revolutionäre Lasertechnologie in der Kantenverarbeitung für die Möbelbranche. Als erster Anbieter auf dem Markt, schafft „RAUKANTEX laser edge" eine dauerhafte und fugenlose Verbindung zwischen Kante und Platte bei vollständigem Verzicht auf Klebstoffe.
Zudem wurden zusätzlich drei Sonderpreise vergeben:
Karl Grassl, Innenarchitektur-Student der Hochschule Coburg für „The Cloud". Zusammen mit dem Innovationszentrum Lichtenfels e.V. hat Grassl mit der Flechttechnik „crazy weaving" ein Sitz-Liege-Möbel aus Rattan entwickelt, das mit dem herkömmlichen Bild von Flechtwerk aufräumt.
Thomas Ochs Gitarrenbau, Kemmern (Lkr. Bamberg) für die "True Acoustic Bass Guitar": Eine akustische Bassgitarre, die durch konstruktive Veränderungen sowohl in klanglicher Hinsicht als auch in Lautstärke und Klangdauer allen bisherigen akustischen Bassgitarren überlegen ist.
Martin Oesterlein, Küps (Lkr. Kronach), Regionalsieger bei „Jugend forscht" für „Heated Traffic Mirror Safety System": Seine Entwicklung verhindert durch Heizelemente auf der Rückseite von Verkehrsspiegeln das Beschlagen in der kalten Jahreszeit und sorgt außerdem mit einem
„intelligenten Verkehrsleitpfosten" in der Nähe des Spiegels dafür, dass die Spiegelbilder nicht mehr verzerrt erscheinen.
Am Wettbewerb teilnehmen konnten Personen, Institutionen und Unternehmen, die ihren Wohnsitz, Arbeitsort oder eine Niederlassung in Oberfranken haben. Zielgruppen der Ausschreibung sind damit Unternehmen, Stiftungen, Wissenschaftsorganisationen, Universitäten und Fachhochschulen Wissenschaftsorientierte Behörden, Schulen und private Personen.
Gesucht wurden naturwissenschaftliche, technologische Innovationen sowie Produkt-, Verfahrens-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen. Besondere Bedeutung bei der Preisvergabe haben Marktrelevanz und Marktnähe sowie regional- und strukturpolitische Bedeutung (beispielsweise Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, regional- und kommunalwirtschaftliche oder demographische
Wirkungen).
Jurymitglieder waren die Vertreter folgender Unternehmen und Institutionen:
• E.ON Bayern AG
• Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
• Hochschule Coburg
• Handwerkskammer für Oberfranken
• Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth
• Industrie- und Handelskammer zu Coburg
• Loewe AG
• Oberfranken Offensiv-Forum Zukunft Oberfranken e.V.
• Regierung von Oberfranken
• Technische Universität München
Mehr zum Preis unter: www.innovationspreis-oberfranken.de



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Hochschule Coburg als Gewinner ausgezeichent.
Hochschulen aus Belgie, Deutschland, Sarajevo, St. Petersburg und Südkorea brachten eine multikulturelle Atmosphäre in den Congress Sall des Congress Centrums Ost.
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Die Hochschule Coburg, Fakultät Design, Studiengang Innenarchitektur wurde für das "beste Architekturkonzept" mit dem 1. Preis ausgezeichnet....

