Coburger Designforum Oberfranken

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Dokumentationszentrum "Zeiler Hexenturm"

Dokumentationszentrum

Im Juli 2009 beschloss der Zeiler Stadtrat, an die Hexenverfolgung durch eine Dauerausstellung zu erinnern. Sie ist im ehemaligen Fronhaus (Gefängnis) untergebracht. Dieses Gebäude aus dem 18. Jahrhundert grenzt unmittelbar an den Oberen Torturm, der im unteren Geschoss als Haftort für angebliche Hexen diente. Der Turm und die Hexenverfolgung sind die Grundlage für die Namensfindung des Dokumentationszentrums Zeiler Hexenturm. Das X im Logo erinnert an die Auslöschung von über 400 Menschen.

Im Erdgeschoss des ehemaligen Fronhauses sind heute neben den Technik- und Serviceräumen der sogenannte Aktivraum sowie ab Sommer 2012 in zwei Räumen das Römerstadter Archiv der Sudetendeutschen Landsmannschaft untergebracht. Der Aktivraum steht sowohl für externe Veranstaltungen wie Vorträge und Seminare als auch für begleitende Angebote des Dokumentationszentrums zur Verfügung. Besonders für Schulklassen und Gruppen wird ein pädagogisches Programm erarbeitet, das auf die Ausstellung vorbereitet und Bezug auf aktuelle Situationen bietet.

Im 1. Obergeschoss ist die Dauerausstellung zur Hexenverfolgung in Zeil untergebracht. Lediglich schriftliche Dokumente berichten von den Leiden der Opfer. Daher kann die Ausstellung nicht auf Exponate zurückgreifen. Die beiden ersten Räume erläutern kurz die Geschichte der Hexenprozesse im frühneuzeitlichen Europa, besonders in Franken. Die folgenden Zimmer sind dem Leidensweg des einzelnen Opfers gewidmet. Durch Bilder und Installationen sollen dem heutigen Menschen die Ausweglosigkeit, die Angst und der Schmerz vermittelt werden, denen sich ein Opfer der Hexenprozesse ausgesetzt sah.

Die gesamte Ausstellung wurde als Diplomarbeit von Martin Kraus geplant und von Prof. Kintzinger und Prof. Stübbe betreut. Die Film- und Toninstallationen kommen von der Coburger Innenarchitekturstudentin Melisande Seebald.

Der Weg führt die Besucher ins 2. Obergeschoss durch den Sonderausstellungsraum in den Oberen Torturm, wo die Besucher über das mit einer Glasplatte abgedeckte Angstloch, das die Auweglosigkeit der Situation der Opfer verdeutlciht, nach unten geführt werden.

Zur Zeit ist im Sonderausstellungsraum die Ausstellung "Vom Fronhaus zum Zeiler Hexenturm" zu sehen, die den Umbau und Umgestaltung der Gebäude dokumentiert.

 

www.infranken.de

www.hassfurter-tagblatt.de

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www.hassberg-echo.de

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www.vorbericht.br.de

 

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